Unser erster Ausflug führte uns nach Tiriolo ...
Tiriolo - Cittá dei due mari

diesen Beinamen trägt Tiriolo für die zentrale Lage an der schmalsten Stelle Italiens und des dadurch möglichen Ausblick sowohl auf das Thyrrenische Meer samt der Äolischen Inseln als auch auf das Iónische Meer.

Blick auf Tiriolo Wir haben unser Auto am Piazza Italia abgestellt und die kleine, wunderschöne Stadt mit ihren engen und steilen Gassen zu Fuß erkundet.
Denkmal am Piazza IV. Nov. von Maurizio Carnevali Auf der Piazza IV. Nov. erinnert ein Denkmal an Odysseus. Die mytische Figur Homers soll hier, vom ionischen Meer kommend gerastet haben, bevor der Held ans Thyrrhenische Meer weiterzog. Daher auch der weitere Beiname der Stadt. terra dei feaci (Phäaken). Geburtshaus von Vincenzo De Filippis Auffällig ist der immer wiederkehrende Straßenname Via de Filippis (1, 2, ...). Vincenzo De Filippis, Mathematiker und Philosoph, ist der berühmteste Sohn der Stadt. Auf der Gedenktafel an seinem Geburtshaus steht: ... gelebt für die Wissenschaft, gestorben für die Freiheit ... eine der engen aber wunderschönen Gassen
Während der kurzzeitigen Repubblica Partenopea von Neapel 1799 war er Minister. Dies musste er mit dem Leben bezahlen, als er mit sieben weiteren Anhängern Napoleons gehängt wurde. eine Erfrischung tut gut ... Eine frische Abkühlung an einen der zahlreichen kleinen Brunnen in einer der engen Gassen oder eine kurze Rast tut gut ... ... und vor fast jedem Haus findet sich ein riesiger Topf mit frischem Basilikum.
Sonnenaufgang über dem Iónischem Meer
Sonnenaufgang über dem Iónischem Meer
Tiriolo liegt etwa 650 m ü.d.M. Die ursprüngliche Besiedelung fand aber auf dem östlich gelegenen Monte Tiriolo (838m) statt. Hoch oben auf dem Berg sieht man noch heute die alten Befestigungsmauern und alte byzantinische Ruinen. Die herausragende Lage des Berges mit Blick auf beide Meere war so einladend, dass ich mir einen Sonnenaufgang einfach antun musste.
Am Fuße des Monte Tiriolo Ausdruck des tiefen Volksglaubens besonders in Kalabrien. Pater Pio
Gegen 5.30 Uhr stieg ich mit Taschenlampe und festem Schuhwerk auf mehr oder weniger erkennbaren Trampelpfaden auf den Berg. Und alle Mühe hatte sich gelohnt. Ein traumhafter Blick über die Region von Catanzaro bis Lamezia Terme. Und weit und breit Einsamkeit und Ruhe. Ein unvergessliches Erlebnis. Tiriolo erwacht unter den ersten Sonnenstrahlen
Tiriolo erwacht unter den ersten Sonnenstrahlen

etwa 40 km südlich und 15 km landeinwärts liegt das kleine Stadt Stilo ...