Der rund 35km lange Weg von Split nach Sinj beantwortet die Frage, was sich wohl hinter den mächtigen Küstengebirgswällen verbirgt.
Dort beginnt die Zagora, eine felsige, ziemlich ärmliche Karstlandschaft, in der nur die Polje (die Täler) fruchtbare Ackerböden liefern.
Am Rande des weiten, ebenen Sinjsko polje liegt Sinj, in der Geschichte ständig von Türken und Venezianern umkämpft. Zuletzt 1715, als die Venezianer mit Unterstützung eines Bauernheeres die Schlacht für sich entschieden.
Seitdem feiert Sinj alljährlich am ersten Augustwochenende die Sinjska Alka mit Reiterspielen in Originaltracht und Uniform.
Im Hippodrom stehen die Pferde der Alkarenritter, die heute zur Garde des Präsidenten von Kroatien gehören.
Dabei schmückt sich die ganze Stadt für die Besucher aus ganz Kroatien. Touristen verirren sich nur wenige in diese karge Region und diesem Umstand ist es sicher auch zu verdanken, dass sich die Bevölkerung noch recht bodenständig an diesem Fest beteiligt. Spanferkel- und Lammbratereien gehören hier zum festen Bestandteil. Vom "Grillmeister" fachkundig zerlegtes Spanferkel oder Lamm wird nur Kiloweise an die Besucher verkauft.
 Dazu gibt es nur Brot und Bier oder Stolno Crno Vino (roter Tafelwein). Für ernährungsbewußte Fremdlinge gehört schon eine große Portion Überwindungskraft dazu, diese eher fetten faustgroße Fleischstücke zu verzehren.

Wirklich wünschenswert, dass sich diese unverfälschte Tradition noch viele Generationen erhält.